Friedensweg Dolomiten – 500 Kilometer durch die Dolomiten

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Wandern im Zeichen des Friedens auf dem Friedensweg Dolomiten

Wandern im Zeichen des Friedens – Trentino setzt sich für Frieden und Völkerverständigung ein

Festungen, die über Täler wachen, Bollwerke an Aussichtspunkten, Schützengräben auf Anhöhen: Wer das Trentino mit offenen Augen erkundet, entdeckt viele Spuren, die der Erste Weltkrieg hinterlassen hat. Heute sind sie Mahnmale des Friedens. Deshalb setzt sich das Trentino, als ehemaliges Grenzgebiet, für deren bewusste Wahrnehmung ein. Aus diesem Grund wurde bereits vor über 20 Jahren der Friedensweg/Sentiero della Pace geschaffen. Der Weitwanderweg führt entlang den sichtbaren Zeichen des Ersten Weltkrieges durch die wunderbare Landschaft des Trentino. Von den Brenta-Dolomiten über den Gardasee bis zur Marmolada. Entlang der Strecke liegen 19 Museen und Gedenkstätten, welche die einstigen Kriegsereignisse dokumentieren.

Der Weitwanderweg „Sentiero della pace“, der Friedensweg Dolomiten, führt über 520 Kilometer entlang der ehemaligen Frontlinie. Er durchquert eindrucksvolle Gletscher- und Gebirgslandschaften, erzählt von Geschichte und Kultur des Trentino und seiner Einwohner und regt zum Nachdenken über Krieg und Frieden an. Wer den gesamten Friedensweg ablaufen möchte, benötigt mindestens vier Wochen. Es ist aber auch möglich, sich einzelne Abschnitte herauszusuchen. Der Weg besteht aus sieben Hauptteilen, die jeweils in mehreren Tagen bewältigt werden können.

1. Abschnitt Friedensweg Dolomiten:
Vom Passo Tonale zum Adamello-Gletscher. Der Friedensweg beginnt am Passo Tonale und führt in zwei Tagen durch die eisige Gletscherwelt des Adamello bis zum Rifugio Carè Alto.

2. Abschnitt: Vom Adamello-Gletscher bis ins Valle di Ledro
Vom Adamello-Gletscher geht es in drei Tagen hinunter durch die ursprünglichen Täler. Val Rendena und Valli Giudicarie bis ins Valle di Ledro. Die einzelnen Strecken sind lang und anspruchsvoll, die Landschaften einsam und unberührt.

3. Abschnitt: Vom Valle di Ledro auf den Monte Altissimo
Vom Valle di Ledro erreicht der Wanderer in drei Teilabschnitten über das Rifugio Pernici erst den Lago di Garda und dann den auf 2.079 Höhenmetern gelegenen Rifugio Altissimo. Die einzelnen Strecken sind technisch gut zu meistern.

4. Abschnitt: Vom Monte Altissimo nach Rovereto und ins Vallagarina
Sieben Tage verlangt die Strecke vom Monte Altissimo hinab nach Rovereto. Dort hängt die Friedensglocke Maria Dolens „La Campana dei Caduti“, die aus den Bronzekanonen der am Krieg beteiligten Nationen gegossen wurde. Jeden Abend erinnert sie mit hundert Glockenschlägen an die Gefallenen aller Kriege und ruft damit zu Frieden und Brüderlichkeit zwischen den Völkern auf. Weiter führt der Friedensweg über den Monte Zugna und den Monte Pasubio bis ins Vallagarina.

5. Abschnitt: Vom Vallagarina zu den Hochebenen von Folgaria, Lavarone und Luserna
Vom Vallagarina geht es in vier Etappen über die Hochebenen von Folgaria, Lavarone und Luserna bis zum Passo Vezzena. In Lavarone befindet sich das gut erhaltene Bollwerk Gschwent, besser bekannt als „Forte Belvedere“. In seinem Inneren beherbergt es ein Museum mit interessanten Exponaten und multimedialen Installationen.

6. Abschnitt: Durch das Valsugana und über die Lagorai-Kette
Sechs Etappen werden für diesen Abschnitt veranschlagt. Sie sind sehr abwechslungsreich und führen durch das liebliche Valsugana mit dem
Lago di Caldonazzo bis zum Passo Rolle im wilden Lagorai-Gebirge.

7. Abschnitt: Vom Valsugana bis zur Marmolada
Vom Passo Rolle geht es über den Passo San Pellegrino in drei Tagen bis ins
Val di Fiemme und weiter nach San Martino di Castrozza. Schließlich führt die Strecke vorbei an den Pale di San Martino ins Val di Fassa und bis zum Gipfel der 3.343 Meter hohen Marmolada.

 

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Der Sentiero della Pace (Friedensweg Dolomiten) ist ein 500 Kilometer langer Wanderweg, der an der einstigen italienisch-österreichischen Grenze des ersten Weltkriegs verläuft. Er ist, leicht erkennbar, mit dem Symbol einer weißen Friedenstaube markiert. Der Sentiero della pace oder Friedensweg wurde von der italienischen Regierung in den 1980er Jahren als Arbeitsbesschaffungsmaßnahme ins Leben gerufen. Dabei hat man einen 500 Kilometer langen Weg geschaffen, der hauptsächlich im Trentino verläuft und an die Schrecken des 1. Weltkriegs erinnern soll. Der Weg führt vom Stilfser Joch über Ortlergebiet, Adamello, Presanella, Judikariental, Gardasee weiter zu den 7 Gemeinden,über das Lagorai zur Marmolada wieder nach Norden in die Dolomiten. In den verschiedenen Schriften werden oft unterschiedliche Angaben über den Weg gemacht. So sehen manche den Karnischen Höhenweg als Verlängerung an bzw. die Wege in den Sextener Dolomiten als Teil des Pfads, offiziell markiert ist er aber nur bis zur Marmolada. Er schlängelt sich oft durch unbekanntes Gebiet und bietet herrliche Natur und Landschaften. Leider ergeben sich dadurch oft lange Etappen und wenig Möglichkeiten zum Übernachten.

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